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1. Vorhaben


Der Verein „Nürnberg Dauerwelle e.V.“ möchte eine stehende Welle im Uferbereich der Pegnitz im Bereich „Fuchsloch“ errichten, ähnlich der Eisbachwelle in München. Hierfür soll ein Wellenkanal im linken Ufer der Pegnitz errichtet werden.
Der Wellenkanal schließt mit einem Wehr an die Pegnitz unterhalb der Fußgängerbrücke an und endet auf Höhe des RÜ-Auslaufs. Die Länge des Wellenkanals beträgt ca. 61,0 m, der Kanal hat eine Breite von ca. 22,0 m. In dem Kanal wird ein hydraulischer betriebener Wehrtisch installiert, der eine stehende Welle zum Surfen erzeugt. Zusätzlich werden im Uferbereich Freizeit- und Erholungsflächen geschaffen. Der Ausstieg aus dem Wellenkanal erfolgt in einem Auslaufbecken mit niedrigen Fließgeschwindigkeiten. Der Wellenkanal wird über ein Schlauchwehr beaufschlagt, welches einen temporären Anstau bei Wellenbetrieb erzeugt.

2. Lage des Vorhabens


Der Standort des geplanten Wellenkanals befindet sich im Nord-Westen der Stadt Nürnberg, im Pegnitztal zwischen den Stadtteilen Muggenhof und Doos


3. Hydraulische Daten


Ca. 2,5 km flussaufwärts liegt eine Pegelmessstelle zur Abflussmessung an der Pegnitz. Die wesentlichen Kenndaten der Messstelle können der folgenden Aufstellung entnommen werden:

    •    Niedrigwasserabfluss                      NQ         3,48 m³/s
    •    Mittlerer Niedrigwasserabfluss         MNQ     6,17 m³/s
    •    Mittlerer Abfluss                             MQ     10,8 m³/s
    •    Mittlerer Hochwasserabfluss            MHQ     60,6 m³/s
    •    Hochwasserabfluss                         HQ         149 m³/s
    •    Hochwasserabfluss                        HQ100     240 m³/s


4. Technische Beschreibung der Anlage


Zur bedarfsgerechten Erzeugung einer gut nutzbaren stehenden Welle über einen möglichst langen Zeitraum ist eine verstellbare Wellenstruktur notwendig. Hierbei wird mit einer rampenähnlichen Konstruktion ein leichter Aufstau erzeugt. Der Abfluss wird über die Rampe beschleunigt. Am Ende der Rampe kann sich hinter einem stufenförmigen Übergang eine stabile stehende Welle ausbilden. Zwingende Voraussetzung hierfür ist allerdings eine passende Wasserspiegellage in der an die Wellenstruktur anschließenden Gewässerstrecke, bzw. eine passende Gesamthöhenlage der Wellenstruktur. Diese wird mit dem technischen Konzept der Fa. Dreamwave, welches in enger Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck entwickelt wurde, ermöglicht. Im Unterwasser der Wellenstruktur werden durch die Stellung der Wellenstruktur in Kombination mit der Gerinnegeometrie unproblematische Strömungsverhältnisse sichergestellt. Hier können die Wassersportler das Ufer erreichen und aussteigen.

 

5. Stand der Planung


Der Verein Nürnberger Dauerwelle e.V. wurde im Jahr 2012 gegründet, um die Idee des Baus einer stehenden Welle an der Pegnitz in Nürnberg umzusetzen. Derzeit haben wir mehr als 50 Vereinsmitglieder. Mit Unterstützung des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg konnte ein passender Standort im Bereich des sogenannten Fuchslochs für die stehende Welle gefunden werden. Im Sommer 2013 wurden die Planungsarbeiten durch den Verein an verschiedene Ingenieurbüros vergeben (u.a. Fa. Dreamwave, Porf. Dr. M. Aufleger der Univ. Innsbruck,  Ing.Büro Müller aus Kalchreuth). Im Frühjahr wurde eine UVP-Vorprüfung bei der Genehmigungsbehörde durchgeführt und die weiteren erforderlichen Schritte zur Antragseinreichung abgeklärt. Im Sommer 2014 wurden ein landschaftspflegerischer Begleitplan und eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung beauftragt.
Im Frühjahr 2015 wurden alle Unterlagen für den Bauantrag eingereicht. Bei der darauf hin erfolgten Antragskonferenz, zu der alle möglichen gesellschaftlichen Gruppierungen und Behörden, die involviert sein könnten, anwesend waren, kamen keine weiteren Probleme hinzu.
Das Wasserrecht für den Bau der Anlage könnte somit ab ca. Herbst 2016 vorliegen.


6. Finanzierung


Im Frühjahr 2013 wurde durch den Freistaat Bayern bei Einhaltung verschiedener Kriterien (u.a. genehmigungsfähige Planung, sichergestellte Finanzierung) eine 50% Anteilsfinanzierung bis zu einer maximalen Fördersumme von 250 T € zugesagt. Die Finanzierung der restlichen 50% der Bausumme ist noch offen. Geplant ist das Akquirieren von Sponsorengeldern durch den Verein, sobald eine wasserrechtliche Genehmigung vorliegt.

 

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